Holzpellets-Marktberichte
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Holzpellets-Markt: Pelletspreise steigen auf den höchsten Stand seit sieben Jahren!

17.11.2021 von Josef Weichslberger

Auch am Pellets-Markt geht die allgemeine Preissteigerung leider nicht spurlos vorbei.  Die Pelletspreise steigen deutlich an!
Der Indexpreis, der einmal monatlich vom Deutschen Pelletsinstitut (DEPI) für eine Abnahmemenge von 6 Tonnen, frei Haus, inkl. Mehrwertsteuer und aller sonstigen Preisbestandteile für die höchste Qualitätsstufe ENplus A1 erhoben wird, ist per Mitte November um knapp 19 Euro auf 267,05 Euro pro Tonne angestiegen. Damit ist der höchste Stand seit Februar 2014 erreicht.
Im Vormonat lag der Pelletspreis noch bei rund 248 Euro, im November des Vorjahres der Vergleichswert bei 229,82 Euro pro Tonne.

Die Gründe für den mittlerweile doch recht deutlichen Preisanstieg sind schnell gefunden.
Neben den allgemein stark gestiegenen Kosten für Personal, Transport, Energie und hier insbesondere Strom, kommen in diesem Jahr deutlich höhere Holzpreise hinzu.
Der Bauboom nach der im Frühjahr scheinbar überwundenen Corona-Pandemie sorgte für extreme Knappheit bei Bauholz, vor allem in Übersee und China. Der Markt hierzulande war teilweise wie leergefegt und Zimmereien und Bauunternehmen mussten aufgrund von Materialmangel teilweise Kurzarbeit anmelden.
Zwar hat sich die Situation mittlerweile wieder einigermaßen entspannt, die Holzpreise liegen aktuell aber immer noch deutlich über dem Niveau der Vorjahre - auch weil sich durch den relativ kühlen und niederschlagsreichen Sommer der Borkenkäferbefall in Grenzen hielt und von dieser Seite deutlich weniger Schadholz angefallen ist.
Aber es gibt auch noch einen weiteren Aspekt, der nicht unbeachtet werden sollte. Die allgemeine Abkehr von fossilen Energieträgern hat in Verbindung mit den staatlichen Förderungen dazu geführt, dass der Pellets-Markt boomt und in letzter Zeit deutlich mehr Pelletheizungen eingebaut werden als in den Jahren zuvor.
Dies treibt natürlich auch die Nachfrage und in Folge die Pelletspreise in die Höhe. Transport- und Lagerkapazitäten sind voll ausgeschöpft, die Versorgung aber sichergestellt!
Denn zum Glück gibt es ausreichend Produktionskapazitäten, so dass sogar rund 15 Prozent der in Deutschland hergestellten Holzpellets ins Ausland exportiert werden können.
Mit 861.000 Tonnen wurde im dritten Quartal wieder ein neuer Produktionsrekord erreicht, die Jahrestonnage dürfte auf mindestens 3.350 und damit um rund zehn Prozent im Vergleich zum letzten Jahr steigen!

Trotz der deutlich höheren Pelletspreise heizen die Besitzer einer Holzpellets-Heizung im Vergleich immer noch äußerst günstig.
Vergleicht man die am Markt gängigen Brennstoffe, ergibt sich aktuell im Vergleich zu Heizöl eine Ersparnis von gut 33 Prozent, zieht man die Gaspreise heran, beträgt der Preisvorteil immerhin rund 26 Prozent.

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